Über Andreas Burnier


Biographie
Es gibt jetzt auch eine kurze Biographie auf Deutsch.

 

Bibliographie der übersetzte Werke von Andreas Burnier
Andreas Burnier, Knabenzeit. Übersetzung: Waltraud Hüsmert. Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 2016
Knabenzeit (Het jongensuur). Übersetzung: Waltraud Hüsmert, Twenne Verlag, Berlin 1993
Rendezvous bei Stella Artois (Een tevreden lach), Übersetzung: Waltraud Hüsmert, Twenne Verlag Berlin 1994
Die Schrecken des Nordens (De verschrikkingen van het noorden). Darmstadt, Melzer, 1968, Übersetzung: Jürgen Hillner
Die Wirklichkeit des Geistigen in der abstrakten Kunst (Het spirituele in de kunst). Stuttgart, Freies Geistesleben, 1988. Übersetzung: Angelika Sandkühler & Frank Berger

 

Marianne Kröger: Beeindrückend vielseitig: Autorinnen aus den Niederlanden (Zitat aus: Frauenbuchkritik Virginia, Herbst 2016)

‘Untergetauchte jüdische Kinder sind auch ein Thema in Knabenzeit von Andreas Burnier (d.i. Catherina Irma Dessaur, 1931-2002). Beruhend auf eigenen Erfahrungen und literarisch sehr anspruchsvoll und beeindruckend komponiert, beschreibt sie diese Zeit der täglichen Existenzangst aus der Perspektive eines jungen Mädchens in der Pubertät. Dass die Protagonistin allerdings lieber ein Junge sein will, verweist auf ein weiteres zentrales Thema, denn auch in anderen Werken setzt sich Burnier immer wieder mit Homo- und Transsexualität auseinander.’

Der lange Weg zum Judentum Vorwort von Daniel van Mourik
Dieser Text ist das Vorwort zu dem Buch: Andreas Burnier, Ruiter in de wolken. Joodse essays 1990-2002 [Reiter in den Wolken. Jüdische Essays 1990-2002]. Herausgegeben von Daniel van Mourik und Manja Ressler.
Uitgeverij Augustus, Amsterdam 2015

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„Wer ist Andreas Burnier und warum?“ Diese Frage, die eine Niederländischlehrerin in Nijmegen Mitte der siebziger Jahre ihren Schülern stellte, ist seither in unserem Familien- und Bekanntenkreis ein geflügeltes Wort.
Denn wer ist diese besondere Frau, die ich als Professorin, Schriftstellerin, Freundin, Partner und Geliebte dreißig Jahre lang gekannt habe?

Ist Andreas Burnier Catharina Irma Dessaur, Rufname Irma, das Kind, das am 3. Juli 1931 das Licht der Welt erblickte? Ist sie Ronnie van Dijk, das Kind, das angeblich aus Niederländisch-Indien stammte, wie Indonesien damals hieß, und das unter diesem selbst gewählten geschlechtsneutralen Namen drei Jahre lang ohne Eltern untergetaucht in sechzehn Pflegefamilien lebte? Ist sie Reinier, das aufgrund ihres weiblichen Körpers marginale Mitglied des damaligen elitären Männerklubs Castrum Peregrini? Ist sie Andreas Burnier, die Autorin hinter dem männlichen Pseudonym? Ist sie C.I. (Ronnie) Dessaur, die Professorin für Kriminologie mit philosophischem Hintergrund? Oder ist sie Atara, die zum Judentum zurückgekehrte assimilierte jüdische Frau, die unter diesem Namen in der Synagoge zum Vorlesen aus der Thora aufgerufen wurde?
Hinzu kommt noch eine Reihe von Spitz- und Kosenamen, die ihre Freundinnen ihr gaben, wie Der Alte Zauberer und die Alte Sappho, oder die sie sich selbst gab und mit denen sie ihre Briefe unterschrieb, wie: Jonkheer Burnier, Ihre Hausfrau, Ihr Dozent, euer gelehrter Bruder, ein Zirkusjunge, Ihr Lotsenschiffkapitän. Und dann habe ich noch nicht mal die Beschreibungen ihrer Person durch manche Publizisten und Kritiker erwähnt, die sie – ungetrübt von jeglicher Kenntnis des Übersinnlichen – höhnisch als versponnenes Kräuterweiblein bezeichneten.

All diese Namen, Spitznamen und Bezeichnungen sagen etwas aus über Andreas’ Verspieltheit und Ungreifbarkeit, ihren unverwüstlichen Humor und Selbstspott, aber auch über ihre Zerrissenheit: das Gefühl, in einem falschen Körper auf die Welt gekommen zu sein, ihre Wut auf das, was sie Geschlechter-Faschismus nannte. Und über die Verzweiflung, dass man ihr nach dem Leben trachtete wegen ihrer jüdischen Herkunft, über die Sehnsucht danach, nicht in welche Schublade auch immer gesteckt zu werden. Sie sagen auch etwas aus über die verschiedenen Facetten ihrer Persönlichkeit. Wie bei einer geologischen Ausgrabung vermitteln die Namen eine Vorstellung von der Vielschichtigkeit ihrer Existenz. Eine Vielschichtigkeit, in der die einzelnen Schichten nicht immer deutlich unterscheidbar sind und auch nicht immer in gleicher Richtung verlaufen. Sie kreuzen einander, doch es gibt eine, die alle anderen gleichsam vertikal durchschneidet und die sie selbst so beschrieben hat:

„Wenn ich mich nun selbst etikettieren sollte, würde ich sagen, dass ich zu den spirituellen Suchenden und Arbeitenden in der Menschheit gehöre. Über kleine Schritte nach vorn und manchmal gewaltige Stürze versuche ich in diesem Leben Kontakt zu bekommen oder zu behalten mit dem Unbenennbaren, auf das alle Religionen und esoterischen Systeme verweisen, jeweils auf ihre Weise und ihrem Niveau. Das Ziel der Menschen, die diesen Weg gehen, ist es letztendlich, permanent mit ihrem Bewusstsein „in zwei Welten“ leben zu können und andere teilhaben zu lassen an dem Licht, das sie auf diese Weise erfahren.“

Diese Worte schrieb sie 1985, und Chris Rutenfrans zitierte sie in seiner Einleitung zu dem Essayband Een gevaar dat de ziel in will [Eine Gefahr, die in die Seele hinein will]. 1985 war noch nicht die Rede von ihrer Rückkehr zum Judentum. In demselben Aufsatz, aus dem das Zitat stammt, sagt sie, dass sie kaum eine Bindung zum Judentum hat. Vielleicht aus berechtigter Angst vor jenen Dämonen, die Menschen dazu bringen können, mordgierig zu wüten. Sie erkennt bei anderen Juden die Kindheitsstimmung wieder, das Grundgefühl der Bedrohung. In positivem Sinn fühlt sie sich mit der Liebe und Gabe des Wortes verbunden.
Die Rückkehr zum Judentum würde erst Ende der achtziger Jahre stattfinden. Vor dieser Zeit spielten Angst und das Gefühl des Bedrohtseins eine große Rolle.
So erzählte sie in einem Interview mit Elisabeth Lockhorn 1996:
„In Amerika, in Boston, kam einmal eine jüdische Familie auf mich zu. Der Mann fragte: ‚Wo gibt es hier ein koscheres Restaurant?‘ Ich dachte, ich würde auf der Stelle tot umfallen. Meine unmittelbare Reaktion war: Wenn das jetzt die Polizei gehört hat … In Amsterdam traute ich mich nicht einmal, über den Europaplein zu gehen, dort befand sich nämlich Joachimsthal, eine jüdische Buchhandlung. Die Leute könnten ja denken, dass ich dort hin ginge! Es war krankhaft. Wer das jetzt hört, denkt vielleicht: Warum war die Frau nicht in der geschlossenen Abteilung.“

In diesem Interview sprach sie über die siebziger Jahre und befand sich nicht in einer geschlossenen Abteilung, sondern war inzwischen eine erfolgreiche Professorin und Schriftstellerin. Aber der Weg zurück zu ihren jüdischen Wurzeln war nicht einfach. In den achtziger Jahren begann sie zunehmend – teils unbewusst durch tief greifende Träume, teils durch äußere Ereignisse –, ihre jüdische Vergangenheit zuzulassen. Wir besuchten zusammen Orte, wo sie damals Unterschlupf gefunden hatte, und jüdische Friedhöfe, wir fuhren nach Westerbork, dem Durchgangslager, von dem aus die Deportationen in den besetzten Osten Europas stattfanden, und sie unternahm mit Koos van Weringh (einem ehemaligen Kollegen aus der Kriminologie) eine Reise nach Dachau.

Im Herbst 1989, nach dem Tod ihres Vaters, vollzog sich mit einem Mal eine große Wende. Andreas verlor schlagartig ihre Angst und kam mit dem religiösen Judentum in Kontakt. In den jüdischen Ritualen rund um das Sterben und den Tod ihres Vaters erkannte sie ihre eigene geistige, spirituelle innere Welt wieder. Als wären diese beiden Welten immer ein und dieselbe gewesen, nur durch eine Mauer aus Angst voneinander getrennt. Alles ging nun rasend schnell. „I feel quickened“, sagte sie und „es ist so, als säße ich auf einer Rutschbahn“. Sie suchte Kontakt zu dem Rabbiner David Lilienthal von der Liberalen Jüdischen Gemeinde in Amsterdam, wurde eine treue Synagogenbesucherin, lernte Hebräisch und sammelte in guter Burnierscher Tradition in kurzer Zeit eine umfangreiche jüdische Bibliothek. Wir reisten 1991 nach Israel (alle umliegenden Länder hatte Andreas bereist, doch in Israel war sie noch nie), hielten am Freitagabend den Sabbat und sangen im Auto ganze Teile des Gottesdienstes und anderes jüdisches Repertoire, wir bekamen jüdische Bekannte und Freunde, die nach und nach Mischpoche (Familie) wurden. Immer öfter flogen die jüdischen Witze über den Tisch. Andreas schaffte sich einen Tallit (Gebetsmantel) an, wurde in der Synagoge zur Thoralesung aufgerufen, und wenn sie zu Hause religiöse Texte studierte oder meditierte, setzte sie sich eine Kippa auf. Wir feierten den Sederabend, mit großer Intensität erlebten wir die Hohen Feiertage, an den Türpfosten wurden Mesusot (Schriftkapseln) angebracht, und Garnelen oder Speckwürfel kamen nicht mehr ins Haus. Wir begannen ein liberal-jüdisches Leben zu führen. Zunehmend schrieb Andreas Artikel und hielt Vorträge über jüdische Themen. Oder vielleicht sollte es besser heißen: Sie schrieb und sprach über Themen, mit denen sie sich schon immer auseinandergesetzt hatte, nun jedoch in einer jüdischen „Verpackung“, wie sie es selbst nannte. Vor allem der esoterischen jüdischen Tradition, der Kabbala, galt ihr besonderes Interesse.
Zusammen mit Rabbiner David Lilienthal, den anderen liberalen Rabbinern und der Publizistin Manja Ressler arbeitete sie an einer Neuübersetzung des hebräischen Gebetsbuchs, des Siddur der Liberalen Gemeinde, das im Jahr 2000 erschienen ist. 1999 gründete sie gemeinsam mit anderen Crescas, ein Bildungszentrum für liberale wie auch orthodoxe Juden, und gab selbst Seminare bis zu ihrem plötzlichen Tod im Jahr 2002.

So nachdrücklich, wie sie abwesend gewesen war, so heftig stürzte sie sich in das Judentum, als wollte sie alle verlorenen Jahre aufholen. Wie ist es möglich, dass sie sich in so kurzer Zeit zu Hause fühlte im Judentum, ihr
Wissen so schnell erwarb und anderen auf eine Weise vermittelte, als mache sie das schon ihr Leben lang und sei nie fort gewesen?
Für die Außenwelt, ob das nun die Welt der Wissenschaft, der Literaturkritik, der Feministinnen oder der Homosexuellen war, war es schon seit Jahren schwierig, Andreas’ Weg zu folgen. Sie passte sich an keinen einzigen -ismus an und war sowohl konservativ als auch progressiv, sowohl phantasievoll als auch rational. Sie glich mehr einem Mann als einer Frau, sie war ein gender bender avant la lettre. Und überdies war sie die Frau mit den vielen Namen. Sie war jüdischer Abstammung, doch ihre Entscheidung, zum Judentum und zur religiösen Praxis zurückzukehren, war für die Außenwelt erneut etwas Neues. Jedes Mal, wenn die Menschen glaubten, ihr folgen zu können, schlug sie anscheinend einen anderen Weg ein. In Wirklichkeit jedoch war es kein anderer Weg. Im Hinblick auf die Religion sagte sie immer: „Ich habe mich nicht verändert, meine religiösen, spirituellen Gefühle und Gedanken waren schon immer da, der spezifische Inhalt war immer der meine, aber im Judentum habe ich den Mantel gefunden, der mir am besten passt.“
Sie liebte die Tradition des Judentums, doch die Tatsache, dass sie Frau und homosexuell war, gab den Ausschlag für ihre Entscheidung für das liberale Judentum. In einem Interview mit Ischa Meijer sagte sie einmal mit der für sie typischen Ironie:
„Wäre ich, Gott bewahre, als Mann auf die Welt gekommen, dann wäre ich vielleicht ein orthodoxer Rabbiner geworden. Aber da Gott, der Herr, mich vor diesem Schicksal bewahrt hat und mich als Frau auf die Welt kommen ließ, und dank meiner Erfahrungen im Krieg konnte ich diesen weitläufigen Umweg machen und habe mich letztendlich für das sehr progressive und sehr liberale Judentum entschieden.“

Andreas schloss sich dem liberalen Judentum an, aber das hinderte sie nicht daran, auch hier einen eigensinnigen Weg zu gehen. Sie studierte die jüdische Tradition in ihrer ganzen Vielfalt und ging darin weiter als es im liberalen Judentum gebräuchlich war. Sie interessierte sich für die jüdische Mystik, die Kabbala, und ihre frühere Affinität zu außergewöhnlichen Männern wie van Gogh, Alfons X. der Weise, Giordano Bruno, Plotin, Marsilio Ficino und Rudolf Steiner erfuhr nun eine Erweiterung durch den Rabbi Judah Löw von Prag, Mosche Chaim Luzzatto, Isaak Luria und moderne Denker wie David Sheinkin, Aryeh Kaplan und viele andere.

Andreas‘ Leben ähnelt einer fast klassischen Legende: der Geschichte vom verlorenen Sohn oder von der Suche nach dem Schatz, der die ganze Zeit unter dem Thron im Palast geruht hat. Sie gleicht den zahlreichen Heldensagen, Aufbrüchen in gefährliche Abenteuer, die mit der glücklichen Heimkunft enden, und das ist dann meist das Ende der Geschichte.
Andreas’ Rückkehr zum Judentum bedeutete freilich nicht, dass alle ihre Qualen und Ängste völlig verschwanden. Wenn du nach Hause kommst, kannst du die Rüstung, die du bei deinen Unternehmungen zum Überleben gebraucht hast, an die Wand hängen, aber das bedeutet auch, dass du aufs Neue verletzbar wirst.
Die neunziger Jahre waren auch die Jahre, in denen öffentlicher Antisemitismus aufkam, Neonazis brutal agierten, Jitzchak Rabin ermordet wurde, Synagogen in verschiedenen Städten der Welt angegriffen wurden und andere bedrohliche Ereignisse stattfanden. Andreas fürchtete sich vor einem Rückfall, einem erneuten Angriff auf Juden, auf den Feminismus, auf Homosexualität und auf Religionen, die auf freiem, unabhängigem Denken und individuellen spirituellen Erfahrungen basieren. Sie wollte nicht wieder den Kampf aufnehmen, nicht wieder die Aktivistin sein und sich erneut in die öffentlichen Debatten einmischen. Was das betrifft, war sie müde geworden: „Das sollen jetzt andere machen. Ich will meine letzten Lebensjahre dazu nutzen, religiöse und spirituelle Dinge zu studieren, zu schreiben und in der jüdischen Gemeinde zu lehren.“ Das hat sie mit großer Leidenschaft getan, und davon zeugen auch die Essays in diesem Buch.
Doch die bittere Seite von Andreas’ Realität ließ sich nicht völlig beiseiteschieben. 1997 erscheint der Roman De wereld is van glas [Die Welt ist aus Glas], ein im Kern verzweifeltes Buch. So schreibt sie im ersten Kapitel in einem Brief an einen unbekannten Rabbiner:
„Was ich Sie fragen möchte, ist nicht, warum diese Welt in vielerlei Hinsicht so schrecklich ist. […]. Mehr oder weniger tief gehende Antworten auf die Frage nach dem Bösen und dem Leid kann ich selbst in der Literatur finden, bei den Buddhisten, den Kabbalisten. Meine Frage an Sie lautet, warum ich noch so gebunden bin an meine Wut über alle Grobheit, die mutwillige Hässlichkeit, die Bösartigkeit und das unschuldige, daraus hervorgehende Leiden in dieser Welt. Wodurch bin ich in diese Grube gefallen und wie kann ich aus ihr entkommen? Bin ich vielleicht, wie Joseph in der Thora, durch meine eigene naive Beschränktheit in der Grube gelandet und werde ich, wie Joseph, nach noch schwereren Prüfungen aus meinen Ketten gerettet werden? Werde ich schließlich jemals für die innere Befreiung anderer Menschen wichtig sein können? Ist es narzisstischer Hochmut, das zu ersehnen und zu erstreben?“

„Wer in die Seele eindringen will, muss durch die verkehrte Welt hindurch, durch die Leere, die Angst, das Nichts.“ Das sind Andreas’ eigene Worte aus ihrem Debüt Een tevreden lach von 1965. Durch diese verkehrte Welt ist sie gegangen, und danach konnte sie diese Welt nie ganz hinter sich lassen. Andreas‘ verkehrte Welt war die Welt von Verfolgung, Angst und Mord, durch die sie lange vom Judentum abgeschnitten war. Dem Judentum, das sie zum Glück in all seinem positiven Reichtum wiederfand und das in dieser Essaysammlung Ruiter in de wolken seinen Niederschlag gefunden hat. Denn wenn es eine Weltanschauung gibt, die Andreas Burnier/Ronnie Dessaur auf den Leib geschrieben war, dann ist es das Judentum. Im Volk, der Kultur und der Religion konnten die Vielseitigkeit ihrer faszinierenden Persönlichkeit und ihre Vorlieben einen Platz finden: die innige Verbindung zwischen Kultur und Religion, Humor und Ernst, die Verknüpfung von alltäglichem Judentum und dem Meditativen, Mystischen, das lebenslange Studium der religiösen Schriften, aber auch der verspielte Jüngling, der scharfsinnige und kreative Denker, der mütterliche Familienvater, der Gelehrte, in dem sich Ratio und Gefühl paaren, die wutrasende Prophetin, der inspirierte Lehrer, der Mystiker, die Geliebte aus Schir ha-Schirim.

Möge ihre Seele in das Buch des ewigen Lebens und ins ewige Licht eingehen.

Daniel (Ineke) van Mourik
Amsterdam
3. Juli 2015

Daniel (Ineke) van Mourik, Lebensgefährtin und Verwalterin des literarischen Nachlasses von Andreas Burnier. War jahrelang Fachreferentin Sozialwissenschaften und Koordinatorin elektronische Sammlungsbildung an der Universitätsbibliothek Utrecht und Bibliothekarin von ATRIA (vorher IIAV), Institut für Emanzipation und Frauengeschichte in Amsterdam. Sie schrieb zwei Romane, war Redakteurin der feministischen Zeitschriften Lover und Lust & Gratie und in den siebziger Jahren eine der Gründerinnen der Frauenbuchhandlung, des Cafés und Dokumentationszentrums De Feeks in Nijmegen.

In diesem Jahr (2016) erschien im Verlag Klaus Wagenbach eine Neuauflage von Andreas Burnier: Knabenzeit. Aus dem Niederländischen von Waltraud Hüsmert.
(Original: Het jongensuur, Querido, Amsterdam 1969)

Außerdem ist auf Deutsch erschienen: Andreas Burnier: Rendezvous bei Stella Artois. Twenne Verlag, Berlin 1994. Aus dem Niederländischen von Waltraud Hüsmert (Original: Een tevreden lach. Querido, Amsterdam 1965).

Kontakt über die Bücher von Andreas Burnier und ihre Biographie über Uitgeverij Atlas/Contact, Amsterdam
Hayo Deinum: hdeinum@atlascontact.nl




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